WasserkraftWasserkraft im Bayerischen Wald

Wasserkraft
Kraftwerk Rümeleinsäge - Wehranlage und Fischtreppe
Wehr mit GrobrechenDie Wehranlage besteht aus einem festen Notüberlauf, der aus mit Beton übergossenen Wasserbausteinen besteht und beweglichen Absperrtafeln aus Holz. Mit diesen Absperrtafeln kann der Kanal bei Hochwasser entlastet werden und das Wasser in den normalen Bachlauf gelenkt werden. Am Einlauf des Kanals ist auch eine Absperrtafel montiert, genau so wie ein Grobrechen, der verhindert, dass zu große Fremdkörper in Richtung E-Werk angeschwemmt werden können. 
Von unten gesehen ist auf der linken Seite die Restwasseröffnung mit der gesetzlich vorgeschriebenen Restwassermenge von 65 Ltr. / Sec. , die immer im Bachbett verbleiben muss. Diese 65 Ltr. sind das Ergebnis von diversen Restabflussversuchen und passen auch zu dem Bayerischen Restwasserleitfaden, der 5/12 MNQ (= 155 Ltr. / Sec.) bzw. mind. 4 % der Ausbauwassermenge empfiehlt.Der Betrieb und die genaue Regulierung der Wassermengen  ist manchmal nicht einfach, das kann man an den Bildern gut erkennen. Bei Hochwasser ist es nicht immer möglich, die Wehranlage ohne Risiko zu erreichen und man ist immer wieder überrascht, wie unterschiedlich sich der "kleine Bach" darstellen kann.
Wehranlage RümeleinsägeWehranlage im Winter Hochwasser 1987
Sommer Winter Hochwasser 2002
Film mit 1,1 MB zum Hochwasser 2002
2005 Umbau der FischtreppeFischtreppeDie Fischtreppe, die 2005 nach modernsten ökologischen Gesichtspunkten (Siehe Nützliches: Fischtreppe), umgebaut wurde ist ca. 21 m lang. Sie entspricht damit bei einem Höhenunterschied von ca. 1 m dem geforderten Gefälle von 1 : 20, was für Forellengewässer als optimal betrachtet wird. Die Fließgeschwindigkeiten und die Sohlebeschaffenheit ermöglichen in Kombination mit den Ruhezonen eine Durchgängigkeit an dieser Staustufe sowohl für Fische als auch für Bodenlebewesen. Das geforderte Restwasser, das durch diese Fischtreppe (Tümpelpass) fließt ist für eine normale Befüllung völlig ausreichend. Durch die Gestaltung mit einheimischen Granitsteinen wächst sie auch in das natürliche Bachbild hinein, da im Bach ebenfalls natürliche Staustufen durch Granitblöcke vorhanden sind.
Die Wehranlage mit der Fischtreppe liegt außerhalb der Ortschaft, wenn man Richtung Riedlhütte fährt und ist von der Straße (150 m nach der Abzweigung)  auf der rechten Seite zu sehen.  Beim Anklicken geht es weiter zum Kanal
  Klaus Schuster · Hüttenbergstr. 12 · 94518 Spiegelau