WasserkraftWasserkraft im Bayerischen Wald

Wasserkraft
 Kraftwerk Luisenfels - Wehranlage und Fischtreppe
Wehr SchemaDie Wehranlage bestehend aus einem festen, 8,00 m langen Beton-Steinwehr (mit Beton übergossene große Steine), in das die Fischtreppe (siehe 4.2.) eingebaut wird. Linksseitig (von oben gesehen) - getrennt durch einen 0,80 m breiten Betonpfeiler - schließt sich ein durch eine Doppelschütze zu bedienender Grundablass aus Holz von 4,00 m lichter Weite an. Neben dem Holzschütz, ebenfalls durch einen Betonpfeiler von 0,80 m Breite abgetrennt befindet sich das Einlaufbauwerk. Es besteht aus einer Absperrschütz von 1,71 m lichter Weite und mit einer vorgelagerten Kiesschwelle.
Wehranlage von oben
Von unten gesehen ist auf der linken Seite die Restwasseröffnung mit der gesetzlich vorgeschriebenen Restwassermenge von 145 Ltr. / Sec. , die immer im Bachbett verbleiben muss. Diese 145 Ltr. sind das Ergebnis von diversen Restabflussversuchen und passen auch zu dem Bayerischen Restwasserleitfaden, der 5/12 MNQ bzw. mind. 4 % der Ausbauwassermenge empfiehlt.Film mit 2,96 MB
zum Hochwasser 2002
Hochwasser
                                           Wehr im Winter                                                                     
Fischtreppe von untenFischtreppe von oben
Die Fischtreppe, die 2005 nach modernsten ökologischen Gesichtspunkten (Siehe Nützliches: Fischtreppe), umgebaut wurde ist ca. 22 m lang. Sie entspricht damit bei einem Höhenunterschied von ca. 1,85 m nicht genau dem geforderten Gefälle von 1 : 20, was für Forellengewässer als optimal betrachtet wird. Da die Fischtreppe aber unter einer Straßenbrücke liegt und ein Ausweichen auf Randzonen damit nicht möglich war ist an der Bauausführung aber nichts zu bemängeln. Die Fließgeschwindigkeiten und die Sohlebeschaffenheit ermöglichen in Kombination mit den Ruhezonen eine Durchgängigkeit an dieser Staustufe sowohl für Fische als auch für Bodenlebewesen. Das geforderte Restwasser, das durch diese Fischtreppe (Tümpelpass) fließt ist für eine normale Befüllung völlig ausreichend. Durch die Gestaltung mit einheimischen Granitsteinen wächst sie auch in das natürliche Bachbild hinein, da im Bach ebenfalls natürliche Staustufen durch Granitblöcke vorhanden sind.

Die Wehranlage mit der Fischtreppe liegt genau unter der Ohe-Brücke in Richtung Grafenau. 
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  Klaus Schuster · Hüttenbergstr. 12 · 94518 Spiegelau