WasserkraftWasserkraft im Bayerischen Wald

Wasserkraft
Kraftwerk Rümeleinsäge - Einzugsgebiet
Lusengipfel

Lusengipfel






Sommerweg

Blick vom Gipfel Richtung Spiegelau
Das Einzugsgebiet umfasst im Wesentlichen die Quellen der Großen Ohe im Lusengebiet und besitzt eine Grundfläche von ca. 38 km². Der Lusen gehört mit seiner Höhe von 1.373 Metern nach dem Rachel und dem Arber zu den höheren Bergen im Bayerischen Wald. Er liegt wie auch der Rachel und der Falkenstein im Nationalpark Bayerischer Wald dicht an der Grenze zu Tschechien. In der Umgebung liegen die Ortschaften Waldhäuser, Hohenau, Mauth und Finsterau, von allen führen Wanderwege zum Gipfel.

Er ist ein beliebtes Wanderziel des Bayerischen Waldes mit einem weit reichenden Panorama in sämtliche Richtungen.

Der mit Granit-Felsblöcken vollständig bedeckte Gipfelbereich wurde einer Sage nach vom Teufel über einem Goldschatz aufgetürmt. Tatsächlich ist der Felsgipfel eine geologische Sehenswürdigkeit, die den Lusen unverwechselbar macht.

Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) hat im September 2005 das Blockmeer am Gipfel des Lusen mit dem Gütesiegel Bayerns Schönste Geotope ausgezeichnet.

Der Anfang des Einzugsgebietes liegt also in 1.373 m NN und der Einlauf in das Druckrohr bei ca. 722 m NN. Weil das Wasser durch den Großen Filz ( = Moorgebiet) bei Riedlhütte durchfließt hat es einen sehr geringen pH-Wert, aber auch sehr wenig Kalk.

Durch die Höhenlage bedingt ist eine Veränderung der Wassermenge sehr bald nach den Niederschlägen messbar. Die Speicherwirkung des Hochwaldes hingegen geht zurück, weil durch das Waldsterben im Nationalpark Bayerischer Wald der Waldbestand nicht mehr so vorhanden ist, der dazu notwendig wäre. Früher fiel der Regentropfen auf einen Ast, dann herunter, wurde evtl. im schattigen Fuß der Bäume gespeichert und langsam in den Boden abgegeben. Heute fällt der Regen auf  den nur mit Gestrüpp (wenn überhaupt) bewachsenen Boden und fließt sehr schnell Richtung Tal ab. Dies begründet natürlich eine schnell ansteigende Hochwasserwelle, die aber so schnell verschwunden ist, wie sie auftaucht. Besonders auffällig ist dies in der Heftigkeit der Schneeschmelze, weil der Schatten werfende Baumbestand nicht mehr existiert und damit die Sonne eine schnelle Schmelze bewirken kann.
 
  Klaus Schuster · Hüttenbergstr. 12 · 94518 Spiegelau