WasserkraftWasserkraft im Bayerischen Wald

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Kraftwerk Luisenfels - Einzugsgebiet
Lusengipfel

Lusengipfel






Blick vom Rachel nach Spiegelau

Blick vom Rachelgipfel in Richtung Spiegelau
Das Einzugsgebiet umfasst die Quellen der Großen Ohe im Lusengebiet und die der Schwarzach im Rachelgebiet und besitzt eine Grundfläche von ca. 60 km². Der Lusen gehört mit seiner Höhe von 1.373 Metern nach dem Rachel (1.453 m) und dem Arber (1.456 m) zu den höheren Bergen im Bayerischen Wald. Es liegt im Nationalpark Bayerischer Wald dicht an der Grenze zu Tschechien. In der Umgebung liegen die Ortschaften Waldhäuser, Hohenau, Neuschönau, Klingenbrunn, Riedlhütte  und Reichenberg.

Diese Gegend ist ein beliebtes Wanderziel des Bayerischen Waldes mit einem weit reichenden Panorama in sämtliche Richtungen.

Der mit Granit-Felsblöcken vollständig bedeckte Gipfelbereich wurde einer Sage nach vom Teufel über einem Goldschatz aufgetürmt. Tatsächlich ist der Felsgipfel eine geologische Sehenswürdigkeit, die den Lusen unverwechselbar macht.

Der Rachel, der früher am Gipfel fest bewachsen war, offenbart nun auch einen ähnlich kahlen Anblick wie der Lusen. Die Ursache ist die Nichtbekämpfung des Borkenkäfers, was der Nationalpark  verschuldet hat.

Der Anfang des Einzugsgebietes liegt also in 1.456 m NN und der Einlauf in das Druckrohr bei ca. 714,12 m NN. Weil das Wasser durch den Großen Filz ( = Moorgebiet) bei Riedlhütte durchfließt hat es einen sehr geringen pH-Wert, aber auch sehr wenig Kalk. Die Schwarzach hat eine ähnliche Charakteristik.

Durch die Höhenlage bedingt  ist eine Veränderung der Wassermenge sehr bald nach den Niederschlägen messbar. Die Speicherwirkung des Hochwaldes hingegen geht zurück, weil durch das Waldsterben im Nationalpark Bayerischer Wald der Waldbestand nicht mehr so vorhanden ist, der dazu notwendig wäre. Früher fiel der Regentropfen auf einen Ast, dann herunter, wurde evtl. im schattigen Fuß der Bäume gespeichert und langsam in den Boden abgegeben. Heute fällt der Regen auf  den nur mit Gestrüpp (wenn überhaupt) bewachsenen Boden und fließt sehr schnell Richtung Tal ab. Dies begründet natürlich eine schnell ansteigende Hochwasserwelle, die aber so schnell verschwunden ist, wie sie auftaucht. Besonders auffällig ist dies in der Heftigkeit der Schneeschmelze, weil der Schatten werfende Baumbestand nicht mehr existiert und damit die Sonne eine schnelle Schmelze bewirken kann.
Rachel 1912

1912 
Rachel 2006f

2006                              
  Klaus Schuster · Hüttenbergstr. 12 · 94518 Spiegelau